Montag, 23. November 2009

Schottland den Schotten - Debenhams der Kati

Shoppen in Britannien, Katis Passion! Aaaber- im Schottland waren sie diesmal mit dem Flieger, da konnte sie nur einen leeren Koffer füllen. Für meine Mama ist das aber kein Problem, sie schafft das locker in einem Tag! Papa kennt das und hat seinen Blutdruck darauf eingestellt!
Ich weiß, das ist nicht die schottische Flagge, aber die haben wir auch, nur hatte ich beim Fotoshooting gerade die britische angezogen! Hoffentlich liest hier kein Schotte mit, die nehmen so was arg übel!
So wie Mama gerne ein Dirndl hätte, liebäugelt sie auch mit einem Schottenrock - allein, sie traut sich nicht, wegen der Hüften! Jeder Schotte hat ein Messer in seinen dicken Wollsocken stecken - die Schotten sind eine kämpferische Nation. Mama Kati versteht das. Sie hat auch Messer, aber nicht in den Socken. Sondern in der Küche, und da läßt sie niemand rein. Außer zum Müll runterbringen!


Die Burg in Inverness, denn dort war Kati shoppen. Mama liebt Debenhams, dort gibt es auch das Geschirr von Jamie Oliver, es ist ganz weiß. Dieses Bild ist von der Brücke aus fotografiert. Dort lief eilig ein junger Schotte in vollem Ornat vorbei. Mama Kati stoppte ihn, bremste ihn aus und fragte charmant, ob sie ihn fotografieren dürfe. Er rollte mit den Augen und stellte sich in Positur. Leider darf Mama dieses Bild hier nicht zeigen, ihr ganzer Auftritt war ohnehin schon peinlich. Sie gingen dann weiter in einen Laden für die landesüblichen Trachten und genau dort traf sie den Schotten wieder - er verkaufte dort Schottenröcke. Peinlich, echt. Diesmal bin ich froh, nicht dabei gewesen zu sein. Mama verkroch sich hinter einem Kleiderständer und ging gleich wieder raus.

Wie findet ihr die Teekanne oben? Kati kämpfte sehr mit sich, ob sie sie kaufen sollte. Papa war dagegen, also ließ sie es bleiben. In kleinen Dingen ist sie großzügig, bei Dinnerservices nicht!


Die Innenstatt von Inverness ist nicht sehr groß. Inverness ist die heimliche Hauptstadt der Schotten. Mama ißt gerne Porridge, ihr auch? Generationen von Schotten sind damit großgeworden, es kann also nicht schlecht sein.

Seid ihr schon mal mit einem britischen Auto links gefahren, das Lenkrad auf der rechten Seite? Ich nicht, Mama nicht. Aber mein Papa, der ist todesmutig. Er hat zu Hause schon mal an Mamas Knie geübt. Drum konnte er es. Es ist nicht schwer, wenn man gute Nerven hat, sagt er.
Mein Papa ist ein toller Hecht, der traut sich was. Na ja, er ist ja auch mit Mama Kati verheiratet.

Tschüss, ich muss raus helfen, der Sturm hat Sachen umgeworfen!

Dienstag, 17. November 2009

Allgäu und Bodensee - schweinisch gut!

Tierisch gut finden meine Eltern den Bodensee und das Allgäu! Obwohl Mama einen Kindheitsschaden hat. Ihre Eltern fuhren immer ins Allgäu, nach Bayern und nach Österreich. Dort wurden die üblichen Familienfotos gemacht: Berg, Auto, Hotel und Familie! Ätz! Kati wollte bis vor Kurzem da gar nicht mehr hinfahren. Bis ihre Freundin sie einlud: Seitdem gefällt es ihr dort sehr.
Oben das ist Wangen, da gibt es ein Schokoladenhaus, Mama Kati hat sich dort übernommen, wie Papa sich auszudrücken pflegt! *kicher* Sie kauft zu viel Schokolade und jammert dann über ihren Rettungsring!
In Oberstaufen hat es ihnen besonders gut gefallen. Da fahren sie auf alle Fälle wieder hin, schon weil es dort ein tolles Schuhgeschäft gibt. Als Nächstes auf dem Plan von Kati steht Memmingen, aber das wird sicher dann nächstes Jahr. In Oberstaufen hat Kati ein Kinderdirndl gekauft und seitdem jammert sie rum, weil sie auch ein Dirndl will. Solange sie nicht noch anfängt zu jodeln, denke ich, ist alles gut!

In Kressbronn und Umgebung wohnen meine Eltern immer. Die Freundin von Mama zeigt ihnen dann ganz besondere Ecken, wo der normale Touri nicht hinkommt. Auch die Apotheke, weil die Kurkäste immer mit dem Kreislauf zu tun haben!


Isny - ein Kurort. Mama Kati steht auf Kurorte! Das Eichhörnchen haben sie bei Sündermann am Bodensee fotografiert, Mama kaufte dort Semperviven, weil sie auch im Urlaub ohne Grün nicht leben kann! Papa sagt zu all dem nichts.

Und ich? Ich war daheim. Hab mich mit schweinischen Freundinnen vergnügt! Mama hat mir einen Kalender mit Schweinen geschenkt, ist der nicht genial? Aber ich darf ihn erst am 1. Januar 2010 auspacken, da ist sie eisern. Vorher bräuchte ich ihn nicht, sagt sie. Sie ist die Chefin, was soll ich machen. Ich hab auch eigenes Schweinegeschirr und eine Kuschelrolle, weil ich ein Edelschwein bin und der Carlo mich heiraten will. Carlo?? Hörst du mich?
Machts gut, es ist schon spät, ich geh bald schlafen!

Montag, 9. November 2009

Unter Gauklern und bei der Handleserin



Hurra - es ging wieder auf Reisen! Kurz zwar, aber immerhin. Ich wurde angeschnallt - das hat mir gerade noch gefehlt. Dafür durfte ich dann aber auch im Riesenrad fahren. Mir war ein bisschen schlecht, aber Kati meinte, ich wollte es ja nicht anders. Wir waren auf einem Markt in Dieburg, meine Eltern gehen da manchmal hin. Meine Hufe waren ein klein wenig kalt, brrr, ich hab ja keine Schuhe. Mama hat aber auch gefroren. Sie mußte sofort eine Wurst essen - haha - und hat sich ihre Jacke total versaut. Aber sie wollte es ja nicht anders - grunz! Bei den Körben oben ist sie sehr lange stehen geblieben, hat keinen gekauft - wir haben keinen Platz mehr, meint sie. Aber nur so lange, bis sie es sich anders überlegt. Papa sagt zu all dem nix.

Sie hatten dort jede Menge Gaukler und man konnte feine Sachen essen, sogar ein Kinderkarusell, aber leider nicht für Schweine, gab es. Und ich wär so gern mal im Kreis gefahren!

Da durfte ich auch nicht rein, aber Mama! Sie war sehr begeistert!

Guckt doch mal, all diese leckeren Sachen. Die sahen wir aber erst, als Mama schon ihre Jacke versaut hatte. Dabei wäre das Brot mit dem Schinken so lecker gewesen! Obwohl - Schinken > Schwein > Karla > NNNNNNNNeeeeeeeeeeeeeeeeeein!

Fürs Kettenkarusell war ich zu schwer und Hosenträger brauch ich keine, auch nicht in rosa. Papa hat sich eine Brezel gekauft.


Ich hätt so gern ein rosa Herz gehabt, meine Eltern sind aber der Ansicht, dass man die Plagen nicht zu sehr verwöhnen darf. Früh übt sich, was ein Sparer werden will! Das gilt natürlich nieeemals für Mama! Sie blieb überall stehen und ihr bewegliches Portmonaie namens Papa mußte sich ständig öffnen!

Sind die nicht süß? Aber sie leben nicht mehr lange, die Menschen schlachten sie und essen sie auf. Aus diesem Grund sind sie auch da, sie können bestellt werden. Mama ging schnell weiter. Gänse mag sie sehr! (aber essen tut sie sie auch)

Papa hat für Mama Champagnertrüffel gekauft, die ißt sie für ihr Leben gern. Kati und Schokolade, eine untrennbare Sache! Hoffentlich krieg ich diesmal auch was ab!
DAs wars für heute - draußen ist es trüb. Ich les jetzt ein Heft, Mama hat die überall rumliegen - mit Blumen drin!
Eure Karla

Dienstag, 3. November 2009

Bad Münstereifel - ein Schwein in Kur

Möchte jemand von euch eine Kur machen? Dann kann ich euch diesen schweinefreundlichen Ort empfehlen: Bad Münstereifel, da kann man selbst in den Schaufenstern und Läden überall Schweinchen angucken! Und leckere Sachen kann man da essen, Printen, Printen, Printen, und die kann man dann auch in den Sauerbraten machen. Mamas Freundin hat welchen gekocht - die Rosinen hab ich aber ausgespuckt, sie waren ekelig! Brrrr...
Ich durfte unterm Tisch sitzen, der Hund mußte wegbleiben. Seht ihr, ich bin halt ein Rasseschwein! Deswegen hat der Carlo mir ja einen Antrag gemacht. Mag der Carlo Rosinen?
Heino wohnt auch dort, aber er macht keine Kur, er ist immer da - und er hat ein eigenes Café! Mama war sehr amused! Für einen Euro tanzt dort eine Heinofigur mit der Hannelore, sie machen auch Musik.

In Bad Münstereifel gibt es ganz viel zum Angucken, viele Dekosachen für in den Garten usw., und auch Mamas Geschirrkaufsucht wurde enormst befriedigt! Bald gibt es eine Adventsausstellung, aber es ist viel zu weit, Mama muss daheim bleiben, wie schade. Ich wär gern nochmal mitgefahren, auf dem Weihnachtsmarkt fällt an den Frittenbuden sicher was auf den Boden - für mich!


Besonders heimisch fühlte sich meine Mama, weil dort eine englische Telefonzelle und ein Briefkasten stand - und es gab natürlich englische Teekannen und Tassen!


In diesem Café kann man auch im Winter draußen sitzen, man wickelt sich in Decken ein, und wartet drauf, dass Heino vorbeikommt! Gesehen haben wir ihn nicht. Mamas eine Freundin bedauert diesen Zustand nicht. Versteh ich nicht, singen ist doch immer gut!

Dienstag, 27. Oktober 2009

Ein Schwein im Kurpark

Hallo! Bin daha! Wer nohoch? Muss noch mal eben an Artemisia *schmidtiana nana* schnüffeln, bevor Mama sie abschneidet, denn das neue Laub fürs nächste Jahr ist schon da. Aber davon versteh ich nichts.

Menno, Mama ist sooo kindisch, hat sie mir doch glatt den Kranz übers Ohr gehängt. Gestern ist sie über mich gefallen und hat sich an meinem Ohr gestoßen, jetzt hat sie ein Hämatom und jammert rum! Frauen halt!?!


Mama Kati hat einen Ausflug mit mir gemacht. Sie hat gesagt, ich muss immer dicht bei ihr bleiben, sonst kommt die Hilfspolizei und schimpft mit uns. Also hab ich ihr halt den Gefallen getan. Denn da liefen immer Menschen mit Krücken rum, die durfte ich nicht anrempeln. Ich war in einem Kurort - Bad Orb - da kann man Salzwasser schnüffeln. Wozu das jetzt wieder gut sein soll, versteh ich auch nicht. Ich versteh so vieles nicht! Den Laden oben kannte die Kati noch nicht, sie ist nicht mal reingegangen, weil sie sonst wieder was gekauft hätte. Aber er wär so toll, sie hatten auch Schweine, man konnte das von außen sehen! Gekauft hat sie mir keins! Nicht mal Gummibärchen bekam ich.


Bad Orb hat ganz tolle alte Häuser, aber wohnen möchte Kati nicht in der Innenstadt, da ist es am Abend immer lange laut und man hat keinen Garten. Kati braucht einen Garten, so nötig wie das Brot - sagt sie!

Ganz gegen ihre Gewohnheit hat sich Kati bewegt und ist lange mit mir durch den Ort und den Kurpark geschlendert, bzw. gerast (sie rast immer) und sogar den Berg hochgestiegen, um in der Kirche zu sitzen, was ich wiederrum nicht verstanden habe, ich mußte nämlich draußen angebunden hocken bleiben! In einem Kurort! Sowas von peinlich! Das schmale Haus ist doch sensationell, oder? Oben rechts das ist der Ortseingang von vorne, Mama schüttelt jedes Mal den Kopf und meckert, wie man für so einen Mist auch noch Geld ausgeben kann.
Im Ort fuhren viele dicke Autos rum, Mama meint, da wär noch Geld - aber der Kurbetrieb ist ja überall zusammengebrochen, sagt sie. Das sieht man an den Häusern und leeren Kneipen.

Seht ihr das Gradierwerk? Da kann man das Salzwasser schnüffeln, es fliegt fast durch die Luft, in kleinen Perlen. Schmeckt aber nix, ich hab es probiert!
Im Kurpark haben Männer das Laub aufgetürmt, Kati hat mich nicht in die Haufen springen lassen. Sie ist oft sehr fiiiies zu mir.
Und an dem Schaufenster hat sie mich schnell vorbeigezerrt, da waren lauter nackischte Frauen drin. Und zu Hause propagiert sie, sie wäre nicht verklemmt! Weiber!

Papa hat mir Kartoffeln gekocht. Ich wollte die so aber nicht essen, weil ich ein Rasseschwein bin. Da hat er sie mir geschält. Danach hab ich ein bisschen aus dem Fenster geguckt, weil da ein Baum gefällt wurde und dann hab ich das Buch gelesen, mit dem Kati schon durch ist. Sie hat mir das Lesen beigebracht, aber so ganz gut kann ich es noch nicht. Ich übe täglich, sie hat auch ganz viele Kinder- und Jugendbücher.

Sonntag, 18. Oktober 2009

Cold Ashton - über den Friedhof zum Pub

Hallo Schweinefans, endlich sind meine Eltern aufgestanden und haben mir den Rechner angemacht. Der hat nämlich gesponnen, sicher bin ich mit meinem Huf wo draufgekommen, wo ich nicht hinsollte! Stöhn! Heute will ich euch von Cold Ashton erzählen, wo meine Eltern Urlaub machten! Und weil Mama in jeden Laden kriecht, fand sie eine Bäckerei, die feine Flapjacks herstellt - und dann auch das Bild von Camilla, die die Bäckerei eröffnet hat! Sensationell, was? Leider war Camilla nicht im Laden, als Mama dort einkaufte! Sonst hätt sie sich nach Highgrove einladen lassen. Pech gehabt.

Mama hat ein kindliches Gemüt, das seht ihr an dem Bild mit den Ohren. Die hat sie aber nicht für sich, sondern für ein Kind besorgt. Sagt sie!

Die Bäckerei liegt direkt neben einem genialen Pub. Papa hat ihn für euch fotografiert. Der Ort heißt Marshfield. Leider konnten meine Eltern nicht alle Pubs ausprobieren. Mama hat für all ihre Freunde Bier gekauft, oben auf dem Bild könnt ihr das sehen. Wenn ihr euch beeilt, kriegt ihr hier noch eine Flasche, unten stehen noch welche.



Cold Ashton
ist ein geschichtsträchtiges Örtchen, wenn man im Dunkeln spazieren geht, gruselt man sich. Die Häuser hier sind uuuuralt, guckt mal da: The Old Rectory. Mama sagt, im Ort gibt es Geld, klar, die Kirche hat immer Geld. The Old Rectory gehört zur Abby in Bath. Das Haus ist bewohnt, sensationell, oder?

Und gleich nebenan fand Mama dieses Haus. Ehrfürchtig schlich sie von allen Seiten drumherum und machte heimlich Fotos. Sie wollte ja die Leute nicht belästigen. Das hätte sie sich allerdings sparen können. Als sie zu Hause den Urlaub nachbearbeitete, fand sie heraus, dass dieses Haus zu mieten ist! Zu miiiiiiiiiiieten! Sie fiel fast um. Indoorpool, riiiesiger gepflegter Garten, jeder bekommt einen eigenen Bademantel, Aga in der Küche (Mamas geheimer Traum) usw. usw. Wenn sie im Lotto gewinnt, sagt Kati, dann ...


Dies ist der örtliche Pub von Cold Ashton. Seltsamerweise liegt er nicht im Ort, sondern an der Durchgangsstraße. Wenn man einen trinken will, soll man quer über den Friedhof laufen, so empfiehlt es der örtliche Führer. Papa hat es gemacht. Kati hat sich verweigert, sie hatte keinen Bock, sich auf dem Friedhof die Haxe zu brechen, denn englische Friedhöfe werden nicht gepflegt. Die Gräber und Gruften fallen in sich zusammen. Überall Löcher, Mama konnte tief in eine Gruft blicken! Knochen hat sie aber keine gesehen, leider!

In den Kirchen gibt es überall diese selbstgestickten Kissen, von denen Mama tooootal begeistert ist. Ich auch, was könnt ich darauf schön kuscheln!

Da seht ihr die leckeren Flapjacks auf der rechten Seite. Die kann man auch selber backen. Mama hat auch Samen für Peperoni gekauft. Weiß der Geier, wo sie das alles aussäen will. Die Katzen liegen doch ständig auf der Fensterbank! Manchmal versteh ich Mama nicht - Papa sagt das Gleiche!
Das nächste Mal zeig ich euch ein tolles Bild von mir auf der Terasse - mit Kürbissen (die ich nicht ankauen darf).
Eure Karla

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Herbst in Astrantien - ein Schwein bindet Kränze!

Am Samstag haben mich meine Eltern endlich mal auf einen Ausflug mitgenommen. Endlich! Aber ich wurde vorher geimpft. Tu dies nicht, mach das nicht. Kennt ihr sicher! Ihr hättet mal die Hunde dort sehen sollen! Die hat das gar nicht interessiert. Sie haben mich geknufft. Zwei Stück haben sie, aber es könnten mehr sein, ich will ja nicht meckern! Wir haben Astrantia besucht, die kennt ihr alle. Das ist die Frau, die vor dem Schlafengehen alle Sempervivum zählt, weil sie ohne sie nicht leben kann. Die Menschen haben seltsame Vorlieben. Ich würd sie einfach fressen, das durfte ich aber nicht, ich wurde - wie gesagt - geimpft! Pah! Astrantia hat schon wieder neue Quartiere für ihre Sempervivum angelegt, mit Balken eingefaßt. Mama hat was abbekommen, aber nicht von den Balken, sondern von den Wurzen! Und noch eine Aster, die hat ihr jemand geschenkt!
Astrantia hatte auch Kürbisse, immerhin haben sie mir einen davon mit nach Hause gegeben. Mama will ihn mir nicht lassen, sie will eine Suppe davon kochen. Wieso haben sie mich adoptiert, wenn sie mich sooo schlecht behandeln? Komisch finde ich auch, dass Astrantia ihre heißgeliebten Sempers in Kuchenformen setzt. Mama backt wenigstens einen Kuchen darin - und dann kommt: Kiiind, mach keine Krümel auf den Teppich! Uaaaaaaaah!
Nicht mal die doofen Hühner durfte ich jagen, aber die Hunde dürfen das wohl auch nicht. Guckt mal, wieviel Nüsse die da hatten, sensationell! Mama ist mal auf eine getreten, da hat die Astrantia gesagt: Gib acht, die sind heute erst gefallen.

Ich hab auch Pilze gefunden, aber schon tönte es von zwei Seiten : Kiiind, nicht essen - giftig! Ich bin ein armes Schwein, echt.

Dann gings zum Kränzeln. Hier fangen sie gerade an, seht mal. Rosarium hat mich mitgucken lassen, wenigstens das! Kistenweise hatten sie von den Sträuchern abgeschnitten, was Schweine wie ich gerne essen - und nicht dürfen!

Belli hat mit der Bohrmaschine die Eicheln und Kastanien angebohrt, damit man sie fädeln kann. Den schönen Kranz rechts unten bewunderte die Mama sehr, aber sie durfte ihn nicht mitnehmen, er gehört einer anderen Frau! Mama hat einen nachgemacht, der ist ein wenig schief, also nicht sehr rund. Dabei ist sie schon groß - aber ich sag nix, sie ist so sensieeepel! Auf dem Apfel sitzt eine Schnecke, die fanden sie alle sooo süß. Versteh ich nicht - hier daheim streut Mama Schneckenkorn und schimpf wie die Wutz!
Belli hat mich mitmachen lassen, sie hat einen Kranz mit Buchs gemacht und ich durfte die Stücke zurecht beißen. War klasse, vielleicht kann ich den Kranz essen, wenn er trocken ist.


Es gab auch lecker Essen, und manchmal fiel was für mich runter! Die Mädels waren alle extrem gut drauf, obwohl es ein wenig frisch draußen war. Am Abend hat mein Papa sie bedient, in einer grünen Schürze hat er das Dessert serviert, davon waren sie ganz angetan. Papa weiß, was Frauen wünschen! Mama zieht dann die Augenbraue hoch, aber nur die eine. Das heißt: Junge, lass die Hufe von den Mädels!! Ich weiß nicht, was sie immer will. Papa liest ihr jeden Wunsch von den Augen ab und fährt sie sogar nach Rheinhessen und dann ist sie auch noch undankbar. Werd ich auch mal so, wenn ich ein großes Schwein bin?
Machts gut ihr!
Das nächste Mal erzähl ich euch was von Cold Ashton!
Karla